junger Mann im Interview

Teamleiter mit 25 – Emilio macht’s vor

Lieber Emilio, erzähl uns doch einmal etwas zu deinem Werdegang. Wie bist du ins Berufsleben gestartet und wie hat dich dein Weg zu mediteam geführt?

Die Entscheidung für mediteam kam relativ spontan. Ich habe meine mittlere Reife absolviert und hatte eigentlich den Plan, schulisch weiterzumachen, also mein Fachabitur nachzuholen. In den Prüfungsvorbereitungen und den Prüfungen selbst habe ich aber gemerkt, dass Schule nichts mehr für mich ist. Ich war bereit, eine Ausbildung anzufangen und ins Berufsleben zu starten.

Für die Bewerbungen war ich eigentlich relativ spät dran. Ich habe erst nach dem Abschluss Bewerbungen rausgeschickt, wobei die meisten Betriebe ihre Stellen schon besetzt hatten. Ich wusste ehrlich gesagt auch nicht ganz, was ich genau machen will. Also war ich ganz klassisch in der Berufsberatung, und da fiel die Firma mediteam GmbH & Co KG.

Tatsächlich hatte ich schon Berührungspunkte mit mediteam, weil ich schon seit ich klein war sportlich aktiv bin – im Fußball und Basketball – und da hatte ich schon die eine oder andere Verletzung, bei der ich Produkte von mediteam bekommen habe.

Sowohl die Produkte als auch das Unternehmen selbst fand ich total interessant und spannend, also habe ich mich spontan beworben, wurde auch eingeladen und hatte auch ein wenig Glück, weil damals sogar zwei Auszubildende als Kaufleute im Einzelhandel eingestellt wurden.

Nach einem angenehmen Vorstellungsgespräch mit der damaligen Teamleitung habe ich die Zusage für die Stelle bekommen und gar nicht lang gezögert. 🙂

Der Einstieg in die Ausbildung war super. Ich hatte viel Austausch mit meinen Ausbildern und konnte ein gutes Vertrauensverhältnis aufbauen, was bis heute besteht.

 

Mittlerweile leitest du das Team der Rehatechnik. Wie hat sich dein Weg von der Ausbildung bis in die Führungsrolle entwickelt?

In der Ausbildung habe ich schnell gemerkt, dass ich mehr will und mein Weg danach noch nicht zu Ende ist. Ich habe versucht, viel zu bewegen und Einfluss zu nehmen, was die Prozessoptimierung angeht. Also habe ich mich schnell entschieden, die Ausbildung zu verkürzen und eine Weiterbildung zum Fach- oder Betriebswirt zu machen. Nach der Ausbildung habe ich dann noch ein Jahr hier gearbeitet, bevor ich in Vollzeit meine Weiterbildung zum geprüften Wirtschaftsfachwirt angefangen habe. Nebenbei habe ich weiter bei mediteam in einem Minijob gearbeitet, um neben der Weiterbildung eben noch etwas Geld zu verdienen. Im Minijob war ich weiterhin im Sanitätshaus tätig, habe dort aber eine andere Rolle übernommen, nämlich die Planung für den Außendienst. Nach der Weiterbildung habe ich angefragt, ob es eine geeignete Stelle bei mediteam für mich gibt. Da kam mein damaliger Teamleiter Dominik auf mich zu, der mittlerweile Teil der Geschäftsleitung ist, und hat mir die Tourenplanung der Rehatechnik angeboten, die er unter anderem unter sich hatte. Er hat mich hier unter seine Fittiche genommen und mir immer mehr Aufgaben übertragen und mir so ermöglicht, weitere Projekte zu übernehmen. Nach einiger Zeit hat er mir dann die Stelle als sein Nachfolger angeboten, weil er in die Geschäftsleitung eingestiegen ist. So bin ich zur Teamleitung der Rehatechnik gekommen.

 

Welche Aufgaben und Verantwortungsbereiche gehören aktuell zu deinem Arbeitsalltag?

Das Team der Rehatechnik ist relativ groß – wir haben hier etwa 20 Leute. Die Mitarbeiter kommen mit Ideen und Anliegen auf mich zu, die es zu lösen gilt. Das Wichtigste dabei ist immer, die Versorgung der Kunden im Blick zu haben. Die Rehatechnik umfasst dabei nicht nur die Werkstatt, sondern auch den Außendienst vor Ort beim Kunden und die Reha-Beratung bei uns im Haus. Wir sind die Versorger! Es ist wichtig, dass die Versorgung zielgerecht und qualitativ hochwertig sichergestellt wird. Wir sind die Problemlöser – das ist unser Hauptziel!

 

Auf dem Weg in die Teamleitung gab es sicherlich auch Herausforderungen. Welche Hürden musstest du meistern – und was hat dir dabei besonders geholfen?

Die schwierigste Zeit war für mich die Tourenplanung, weil mich persönlich die Aufgabe nicht so erfüllt hat und mir nicht so viel Spaß gemacht hat. Da war es schon schwierig, das durchzuziehen und mich da durchzubeißen. Damals hat mir mein damaliger Teamleiter aber sehr geholfen, weil ich mich immer mit ihm über die Herausforderungen austauschen konnte. Es ist schon viel wert, wenn jemand ein offenes Ohr für einen hat.

 

Was bedeutet gute Führung für dich persönlich?

Dazu kann ich die letzten sechs Monate Revue passieren lassen. Da habe ich gemerkt, wie wichtig es ist, präsent zu sein und als Ansprechpartner für die Mitarbeiter da zu sein. Man muss ein offenes Ohr für Probleme und Ideen haben. Gleichzeitig sollte man den Mitarbeitenden das Gefühl geben, dass sie mit allen Belangen zum Teamleiter gehen können und dass man diese gemeinsam angeht. Man muss auch einen gewissen Weg bzw. ein Ziel vorgeben, an dem sich alle orientieren können.

Ich denke, Leitplanken und Anhaltspunkte sind immer gut, um den Fokus zu behalten, aber eine gewisse Freiheit in seinem Tun ist genauso wichtig. Ein dauerhaftes „Sich-erklären-müssen“ hält dabei nur auf. Das Entscheidende ist ein gewisses Mittelmaß.

 

Was ist dir im täglichen Miteinander mit deinem Team besonders wichtig?

Besonders wichtig ist mir eine Kommunikation auf Augenhöhe und mit Respekt. Jeder hat seine Päckchen zu tragen und seine eigene Meinung, was auch gut so ist. Dabei ist es wichtig, das anzunehmen und respektvoll damit umzugehen. Wir sollten nie das Ziel, wofür wir arbeiten, aus den Augen verlieren, ebenso wenig wie den Humor. Es gibt oft stressige Tage, an denen einfach nichts gelingen will. Gerade an diesen ist Humor besonders wichtig. Bei meinem Team wird das auch ganz großgeschrieben, und sie unterstützen sich gegenseitig bei allen Belangen. Das ist total viel wert!

 

Wenn du auf deine bisherige Zeit bei mediteam blickst: Was schätzt du heute besonders an unserem Unternehmen?

Ich schätze besonders den persönlichen Ansatz. Bei mediteam ist man nicht nur eine Nummer von vielen, sondern eine eigenständige Person, was man auch zu spüren bekommt. Jeder ist hier per Du, und man kennt und schätzt sich untereinander. Es ist super viel wert, gesehen und unterstützt zu werden.

Außerdem ist unser Unternehmen zukunftsorientiert und immer im Wandel, sei es durch Umstrukturierungen oder Produktänderungen bzw. -optimierungen – es wird hier also nie langweilig!

 

Welche Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten siehst du für junge Talente bei mediteam?

Ganz große! Unsere Teamleitungen im Sanitätshaus und im Backoffice, Selina und Melvin, waren zum Beispiel auch mal Azubis. Natürlich muss es nicht immer in die Teamleitung gehen, man kann sich auch auf Produkte oder Projekte fokussieren. Da stehen also alle Türen offen!

Wenn man wirklich Lust darauf hat und die Leistungen zeigt, dann wird das auch geschätzt, und man kann sich in jegliche Richtung weiterentwickeln, sei es durch spezielle Schulungen oder Weiterbildungen. Da gibt es viele Möglichkeiten!

 

Welchen Rat würdest du neuen Auszubildenden oder Berufseinsteigern mit auf den Weg geben?

Ich würde dazu raten, sich wirklich auf das Unternehmen und die Produkte einzulassen, denn das ist schon etwas Spezielleres. Es ist wichtig, sich die Zeit zu nehmen, eben das kennenzulernen und Motivation zu zeigen, etwas zu leisten. Wenn man das mitbringt, hat man bei uns eine coole Zeit!

 

Wie schaffst du es, dich selbst zu motivieren – und wie motivierst du dein Team?

Die Motivation kommt meistens von allein. Wir sind die Rädchen, die am Kunden dran sind. Durch den Außendienst sehen wir beispielsweise die Probleme der Kunden vor Ort in ihrem häuslichen Umfeld. Auch bei der Beratung im Haus bekommen wir das hautnah mit. Zu sehen, dass wir das passende Produkt bzw. eine Lösung für den Patienten haben – das allein ist die Motivation. Das positive Feedback und die Dankbarkeit der Kunden sind schon viel wert und verstärken das natürlich umso mehr.

 

Gibt es eine Versorgung oder ein Projekt, das dir besonders in Erinnerung geblieben ist? Was hat es so außergewöhnlich gemacht?

Ja, tatsächlich hatte ich diese Woche eine Kundin am Telefon, die eine ziemlich schwere Diagnose bekommen hat. Wir haben das weitere Vorgehen besprochen und einen unserer Außendienstmitarbeiter zur Beratung zu ihr geschickt. Sie war so dankbar über die Hilfe und wurde im Gespräch sehr emotional. In so einer Situation kommt umso mehr der Ansporn, das Bestmögliche für die Kundin zu erreichen.

Auch aus meinen ersten Tagen als Teamleiter ist mir eine Versorgung in Erinnerung geblieben. Bei einem Außendienstbesuch bei einer Kundin, die aufgrund einer Krankheit zwei Jahre lang nur gesessen und gelegen ist, wurde zur Dokumentation der Versorgung ein Video von uns aufgenommen, dass mir unser Außendienst gezeigt hat. Wir haben die Kundin mit einem E-Rollstuhl versorgt, der eine integrierte Aufstehhilfe mit Halterungen bietet. Im Video war zu sehen, wie emotional und glücklich die Kundin war, weil sie nach zwei Jahren endlich wieder aufstehen konnte. Das war natürlich sehr schön zu sehen und etwas ganz Besonderes.

 

Vielen Dank für deine Zeit und weiterhin alles Gute auf deinem Weg.