mediteam-Geschäftsführer Veit Schrödel fordert in Diskussion mit Finanzminister Klingbeil mutige Reformen

BAMBERG – In einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion stellte sich unser Geschäftsführer Veit Schrödel am vergangenen Donnerstag den Fragen zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Bamberg und nutzte die Gelegenheit, in der Debatte mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil klare und praxisnahe Forderungen im Namen des Mittelstands zu formulieren.

Vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen plädierte Veit Schrödel für einen fundamentalen Kurswechsel in der Politik – weg von der Verwaltung des Status quo hin zu mutigen, strukturellen Reformen.

 

Plädoyer für einen flexiblen Arbeitsmarkt nach dänischem Vorbild

Ein zentraler Punkt seiner Argumentation war die Forderung nach einer Modernisierung des deutschen Arbeitsmarktes. Veit Schrödel betonte: „Es geht nicht darum, den Schutz der Mitarbeiter aufzugeben, sondern darum, die Sicherheit neu zu definieren. Echte, zukunftsfähige Sicherheit entsteht durch exzellente Qualifikation und die Chance auf einen neuen Job in einem dynamischen Markt. Starre Regeln schützen vielleicht bestehende Arbeitsplätze von gestern, verhindern aber aktiv die Schaffung der Arbeitsplätze von morgen.“ Er verwies dabei auf internationale Studien der OECD, die belegen, dass flexible Arbeitsmärkte nicht zu höherer Arbeitslosigkeit führen, sondern die Jobdynamik insgesamt erhöhen.

 

Konkretes Beispiel: Einheitlicher Mehrwertsteuersatz für Hilfsmittel entlastet Unternehmen und Krankenkassen

Um seine Forderung nach einem radikalen Bürokratieabbau zu untermauern, brachte Veit Schrödel ein Beispiel direkt aus der Praxis der Hilfsmittelbranche ein. Die Existenz von zwei verschiedenen Mehrwertsteuersätzen (7 % und 19 %) für medizinische Hilfsmittel sei ein „Paradebeispiel für praxisfremde Komplexität“.

„Das ist eine seltene Win-Win-Situation, die die Politik nur ergreifen muss“, so Veit Schrödel. „Eine Vereinheitlichung auf den ermäßigten Satz von 7 % würde nicht nur uns Mittelständler von enormem bürokratischem Aufwand befreien. Nach Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes ließen sich so jährlich über 400 Millionen Euro einsparen, was direkt die Krankenkassen und damit alle Beitragszahler entlasten würde.“

Insgesamt positionierte sich Veit Schrödel als eine starke, lösungsorientierte Stimme für den Mittelstand, die die abstrakten politischen Debatten mit der gelebten Realität der Unternehmen verbindet. mediteam wird sich auch weiterhin aktiv in die Debatten um die Zukunft unseres Standorts einbringen.