Hilfsmittel

Was sind Hilfsmittel?

Der Begriff Hilfsmittel bezeichnet alle Produkte, die den Alltag erleichtern und helfen Einschränkungen auszugleichen. Dazu können sowohl Rollstühle als auch Kompressionstrümpfe gezählt werden.

Je nach Erkrankung, können verschiedene Hilfsmittel eingesetzt werden. Diese sind im Hilfsmittelverzeichnis aufgelistet und werden in der Regel durch die Krankenversicherung der Kassen bezuschusst, wenn der Patient einen gesetzlichen Anspruch auf das Hilfsmittel hat.

Den größten Anteil der Hilfsmittel bilden:

  • Hör- und Sehhilfen
  • Mobilitäts- und Gehhilfen z.B. Bandagen, Einlagen, Rollatoren, Rollstühle, uvm.
  • Kompressionstherapie z.B. Strümpfe bei Lip- oder Lymphödem
  • Pflegeartikel z.B. bei Inkontinenz
  • Blutdruck-/Blutzuckermessgeräte
  • Inhalations-/Atemtherapiegeräte

 

Wann wird ein Hilfsmittel notwendig?

Treten körperliche Einschränkungen auf – fällt zum Beispiel das Gehen schwer – kann ein Hilfsmittel nützlich sein. Sie können außerdem vorbeugend verwendet werden, um einen operativen Eingriff vorzubeugen bzw. hinauszuzögern. Bandagen können hier vor Überlastung oder Verletzung schützen ehe sie eintreten.

Per Gesetz ist vorgeschrieben, dass Hilfsmittel von Nutzen sein müssen damit eine positive Wirkung auf den Krankheitsverlauf erkennbar ist, so wird beispielsweise eine Sehhilfe bei einer Sehschwäche eingesetzt.

 

Welche Hilfsmittel werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen?

In der Regel werden Hilfsmittel von den Krankenkassen übernommen, wenn diese im Hilfsmittelverzeichnis eingetragen sind. Außerdem muss die medizinische Notwendigkeit vorliegen. In Einzelfällen ist es auch möglich, dass Krankenkassen Hilfsmittel bewilligen oder zumindest bezuschussen, welche nicht im Hilfsmittelverzeichnis gelistet sind.

 

Wie hoch ist die gesetzliche Zuzahlung für Hilfsmittel?

Sind Sie von der Zuzahlung befreit, etwas aufgrund von chronischen Erkrankungen und geringem Einkommen, sind medizinische Hilfsmittel für Sie kostenfrei. Andernfalls fallen zwischen fünf und zehn Euro je Produkt an, welche von Ihnen zu leisten sind. Insgesamt fällt für den Patienten nicht mehr als die Kosten des Hilfsmittels an. Um die Bewilligung zu erleichtern, können Sie sich über Kooperationsverträgen zwischen Ihrer Krankenkasse und einzelnen Sanitätshäusern erkundigen.

 

Wann erfolgt die zusätzliche Leistung einer Aufzahlung?

Wenn Sie sich für ein höherwertiges Hilfsmittel entscheiden, welches über das Maß des (medizinisch) Notwendigen hinausgeht, fällt eine wirtschaftliche Aufzahlung als freiwillige Beteiligung an den Kosten der Versorgung an. Der Betrag richtet sich hierbei nach den Mehrkosten zu dem Kassenprodukt.

 

Was tun wenn der Antrag auf Bewilligung abgelehnt wird?

Zunächst steht es Ihnen frei Widerspruch gegen die Nicht-Bewilligung Ihres Antrages zu stellen, sofern das beantragte Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis aufgelistet ist. Dafür haben Sie drei Monate Zeit. Hierzu können Sie über das Internet auch Beratung von unterschiedlichen Selbsthilfegruppen erhalten.

 

Medizinische Hilfsmittel – Den Alltag erleichtern | Seeger (seeger-gesundheit.de)

Hilfsmittel | BMG (bundesgesundheitsministerium.de)