Durch Zufall zur Karriere:

Wie ich vom Praktikum im Sanitätshaus zur Teamleitung aufgestiegen bin

Liebe Selina, erzähl‘ uns doch einmal etwas zu deinem Werdegang. Wie war dein Start ins Berufsleben und wie kamst du zu mediteam?

In der Schule musste man damals ein Praktikum machen und ich habe nirgendswo einen Platz bekommen – eigentlich wollte ich dafür ins Büro.

Eine Woche vor Praktikumsstart, hat die ehemalige Mitarbeiterin der Buchhaltung bei mediteam gemeint ich soll doch hier einmal anfragen. Daraufhin habe ich das auch gemacht aber im Büro war leider kein Platz mehr frei, dafür aber im Laden des Sanitätshauses. Zu dem Zeitpunkt war ich froh überhaupt einen Praktikumsplatz zu haben also habe ich meine Bewerbung für das Praktikum abgegeben und eine Woche später ging es auch schon los. Ich habe während des Praktikums alle Abteilungen gezeigt bekommen – unter anderem war ich zwei Tage im Sanitätshaus, wo ich Bianca, meine spätere Ausbilderin, kennengelernt habe.

Einen Tag davon war ich im Außendienst, in der Arche in Hirschaid, wo viele Kinder mit Handicap waren. Das war eine Erfahrung, die mir immer im Gedächtnis bleiben wird.

Insgesamt hat mir aber vor allem die Abwechslung mit den Kundenberatungen und dem Arbeiten am PC am besten gefallen.

Vor dem Praktikum habe ich in der Schule schon nicht wirklich gewusst was ich machen wollte, deshalb dachte ich mir: „Gut, dann geh ich eben ins Büro, denn das macht ja jeder“. Hier bei mediteam kann man aber Leuten helfen und trotzdem Aufgaben am PC übernehmen – für mich die ideale Kombination.

Nach dem Praktikum habe ich mich dann direkt für eine Ausbildung im Sanitätshaus hier beworben. Ansonsten hatte ich überwiegend Bewerbungen für Bürotätigkeiten abgeschickt, aus denen aber glücklicherweise nichts geworden ist, sonst wäre ich jetzt nicht hier.

Du bist mittlerweile die Teamleitung unserer Fachabteilung des Sanitätshauses. Wie hat sich Dein Weg bis zu dieser Position gestaltet?

2016 habe ich dann im Anschluss an das Praktikum die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau angefangen und durfte nach Rücksprache, vor allem wegen der guten Noten, sogar auf zweieinhalb Jahre verkürzen; normalerweise dauert die Ausbildung 3 Jahre. Bianca hat mich auch wirklich fit gemacht – das war ein richtiges Bootcamp 😀

Gleich im ersten Lehrjahr wurde ich für jeweils zwei Wochen in jede Filiale mitgenommen. Ich war danach wirklich super vorbereitet, weil man in jeder Filiale einen anderen Schwerpunkt hat: in Burgebrach waren es Strümpfe, in Hirschaid waren es Einlagen und im Klinikum Orthesen. Gerade dort wurde man gefordert, da es viel zu tun gab.

Nach den zweieinhalb Jahren habe ich im März 2019 meine Ausbildung sogar mit Ehrung abgeschlossen – da hat unser ehemaliger Chef Bodo persönlich den Aufkleber „Bester Ausbildungsbetrieb“ von der IHK angebracht. 🙂

Mir war danach klar, dass ich auf jeden Fall hierbleiben möchte. Seitdem bin ich hier als Vollzeitkraft im Sanitätshaus tätig und habe dort direkt viel mit Sarah, unserer ehemaligen Teamleiterin zusammengearbeitet. Sie hatte schon immer den Gedanken, dass ich durch meine Erfahrung die Teamleitung übernehmen könnte, wenn sie mal in Mutterschutz gehen würde. Sie hat mir dann den Handelsfachwirt empfohlen, weil er ihr für diese Position auch weitergeholfen hat. Ich wollte sowieso nicht dauerhaft im Laden bleiben, sondern mich weiterbilden, also dachte ich mir warum eigentlich nicht. Nach einem Gespräch mit meinem Chef wurde ich dann 2020 für den Handelsfachwirt in Vollzeit für ein halbes Jahr freigestellt.

Und den hast du natürlich auch mit Bravour bestanden?

Ich war ehrlicherweise einfach froh, dass ich bestanden habe, denn das war schon wirklich anstrengend. Wir waren ungefähr 25 Leute in dem Kurs und nur fünf von uns haben bestanden. Ich weiß auch gar nicht mehr wie viele Punkte es waren aber auf jeden Fall mehr als 50. 😀

Danach wurde ich schon von Sarah eingelernt, das müsste so Ende 2020, Anfang 2021 gewesen sein. Sie hat mir alles gezeigt soweit es möglich war; ich war ja trotzdem noch mit im Laden und wir hatten Personalmangel, also konnte sie mir nicht alles auf einmal zeigen. Dann habe ich auch schon die Schulungsplanung mit übernommen und war bei den Meetings dabei. Als Sarah dann schwanger wurde, habe ich direkt ihre Aufgaben als Teamleitung übernommen. Das ist mittlerweile auch schon wieder zwei Jahre her.

Was sind deine Tätigkeitsbereiche und täglichen Aufgaben?

Also mittlerweile sind in meinem Team ca. 30 Leute, verteilt auf die verschiedenen Filialen. Ich übernehme die Dienst- und Urlaubsplanung, versuche Probleme zu lösen, kümmere mich um Angelegenheiten rund um das Sortiment oder ähnlichen Fragen zu Artikeln und deren Preisen. Außerdem führe ich Vorstellungsgespräche und mache aktuell noch die Schulungspläne. Dann gehören auch noch die Quartalsberichte, Auftragscontrolling und Lieferantengespräche zu meinen Aufgaben und ab und an vertrete ich noch im Laden.

Generell gibt es immer mal neue Themen oder Wünsche, die man angehen muss. Mich persönlich treibt zurzeit die Prozessoptimierung im Sanitätshaus an, da wir aktuell noch viele administrative Schritte in unseren Beratungsgesprächen haben, welche die Effizienz belasten. Ich hoffe, dass wir dadurch wieder mehr Zeit für die tatsächliche Beratung haben werden.

Natürlich möchte ich auch, dass die Zahlen passen; vor allem aber, dass sich jeder in meinem Team wohlfühlt 🙂

Man lernt auf jeden Fall täglich dazu und das macht es ja auch so spannend.

Gab es eine Situation mit einem Patienten, in der Du gemerkt hast, dass du den richtigen Beruf für dich gewählt hast?

Eigentlich hat man das jeden Tag, denn man hilft ja jedem Kunden und bekommt deren Anerkennung.

Was mir im Gedächtnis geblieben ist war mein erster Kunde für eine Flachstrickversorgung. Ich war sehr aufgeregt, da es mein erster eigener Termin zur Vermessung einer hochwertigen Flachstrick-Versorgung war. Letztendlich macht man sich da immer Sorgen aber der Kunde war so lieb und hat sich sehr gefreut, dass der Strumpf so gut gepasst hat. Er hat dann eine gute Bewertung hinterlassen und diese sogar an den Chef weitergeleitet. Das ist etwas was mir in Erinnerung geblieben ist und darüber freue ich mich immer noch sehr. Glücklicherweise hat man überwiegend Situationen, in denen die Kunden dankbar für die Arbeit sind.

Warum sollte man aus deiner Sicht eine Ausbildung als Fachverkäufer:in im Sanitätshaus bei mediteam machen?

Ich finde die Ausbildung ist sehr abwechslungsreich. Jeden Tag sind es andere Aufgaben und die Kunden sind auch alle sehr verschieden. Die Ausbildung – mit dem Azubiausflug, dem Pizzaessen, den Hospitationen in allen anderen Bereichen der Firma, etc. – ist auch schön durchgeplant, und das ist in dieser Art und Weise nicht so häufig zu finden. Außerdem kann man sich ja immer weiterentwickeln. Das ist denke ich auch ein großer Pluspunkt für mediteam.

Ab September wird es auch einen neuen Ausbildungsberuf geben, bei dem die Tätigkeiten der Beratungssituationen noch enger mit den administrativen Tätigkeiten verknüpft werden, so dass man sich im Nachgang auch weiter spezialisieren und fortbilden kann.

Was macht Dir an Deinem Beruf am meisten Spaß?

Momentan macht’s mir am meisten Spaß zu wissen, dass ich so ein tolles Team hinter mir stehen habe, welches eben auch in schwierigen Zeiten zusammenhält, gerade weil mein Start aufgrund von Corona nicht ganz so einfach war. Es ist wirklich schön zu wissen, dass sie alle hinter mir stehen und mich in meinen Aufgaben unterstützen; das hat mir vor allem den Start echt erleichtert. Dadurch macht die Zusammenarbeit natürlich doppelt so viel Spaß und es motiviert mich die Arbeit hier voranzutreiben.

Super, dann vielen Dank für deine Zeit und weiterhin viel Erfolg.